Was ist "KORKEN für KORK"?

Bei der Aktion "KORKEN für KORK" handelt es sich um eine Recycling-Aktion gebrauchter Flaschenkorken und anderer Korkreste der Hanauerland Werkstätten am Epilepsiezentrum Kork.

 

In dem kleinen Dorf Kork bei Kehl hatte man erkannt, dass Flaschenkorken viel zu schade sind, um nach einmaligem Gebrauch in den Müll zu wandern. Mittlerweile haben 12 Mitarbeiter/innen in der dortigen Werkstatt für Behinderte einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Sie nehmen die angelieferten Korken an und sortieren mögliche Fremdstoffe aus, darunter Sektbügel, Kronen- und Plastikkorken. Danach gelangen die Korken über ein Förderband zu einer Schrotmaschine und werden dort auf Erbsengröße zerkleinert. Ein Teil des Korkenschrots wird in 100-Liter-Säcke verpackt und an Bauherren verkauft. Es dient als lose Schüttung zwischen Holzverschalungen zur Wärme- und Schallisolierung. Weiterhin werden hochwertige Baumaterialien aus dem Korkenschrot hergestellt.

Die Korksammlung ist auch eine wichtige Umwelt- und Naturschutzaufgabe. Dazu muss man wissen, dass von der Neuanpflanzung bis zur Ernte der wirtschaftlich nutzbaren Korkeichen, die im westlichen Mittelmeerraum wachsen, immer 25 Jahre vergehen. Erst danach dürfen die Korkeichen, aus denen die Flaschenstöpsel hergestellt werden, geerntet werden - und das nur alle sieben bis zehn Jahre. Eine häufigere Ernte würde der Korkeiche schaden. Der Bioboom und eine damit verbundene Übernutzung infolge steigender Preise bedrohen inzwischen die Korkeichenkulturen.
 

Was kann ich tun?

Werfen Sie keine Korken von Wein- und Sektflaschen mehr einfach in den Mülleimer! Sammeln Sie bitte die Korken und geben Sie sie bei uns ab. Sie helfen damit, die bedrohten Korkeichenkulturen zu schützen und gleichzeitig Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Wenn eine größere Menge Korken zusammengekommen ist (1 Kubikmeter), werden diese zum BUND-Stuttgart gebracht. Hier werden sie solange gelagert, bis die Menge von ca. fünf Kubikmeter erreicht ist. Dann holt eine Spedition die Korken ab und bringt sie als kostenlose Beiladung nach Kork. Aus ökologischen Gründen werden also keine Extratransporte getätigt.

Und das schreibt die Diakonie Kork (Landstr. 1, 77694 Kehl-Kork) selbst über die Aktion.

Der Aktion "Korken für Kork" liegt ein Wortspiel mit dem Wort Flaschen"korken" und dem Ortsnamen "Kork" zugrunde. "Kork" steht in der Region auch als Kurzbezeichung für die "Diakonie Kork".

Vor diesem Hintergrund erschienen (Flaschen-)korken 1989 als geeignetes Medium eine kontinuierliche Beziehung zu "Kork" aufzubauen

Mit drei Zielsetzungen wurde die Aktion "Korken für Kork" 1991 gestartet

12 Menschen mit Behinderungen haben allein auf dem Korkenhof einen festen Arbeitsplatz "Korken für Kork" ist eine erfolgreiche soziale und zugleich ökologische Aktion. Sie ist zu einem Selbstläufer geworden, der von mehreren tausend Menschen in Schwung gehalten wird.